Wir gehen oft davon aus, dass andere Menschen die Welt ähnlich wahrnehmen wie wir selbst. Sind wir ein Mensch, der mit anderen Lebewesen mitfühlen kann, gehen wir instinktiv davon aus, dass andere Menschen das auch können. Wir hinterfragen es meist gar nicht, weil es für uns eben "normal" ist.
Geraten wir in eine Situation, in der ein uns nahstehender Mensch mit seinem Verhalten wehtut, haben wir meistens einen zunächst mal sehr gesunden Impuls: Wir wollen erklären, was uns wehgetan hat.
Wir beeinflussen andere Menschen. Offensichtlich oder nicht?
Es mag auf der Hand liegen, und trotzdem scheint es uns nicht immer klar zu sein.
Wenn wir durch die Welt des Alltags marschieren, sehen wir in erster Linie eine Perspektive: Unsere eigene. Wir mögen andere Menschen wahrnehmen, aber meistens erstmal nur als Teil unserer Welt. Wir reagieren auf sie und ihren Einfluss auf uns, nur meistens ist danach erstmal gedanklich Schluss.