Einstieg
Wir leben in einem dynamischen Zeitalter: Während vor ein paar Jahren künstliche Intelligenz sich noch mehr nach Science-Fiction als Realität angehört hat, sind wir heute mitten drin. Nicht nur Unternehmen arbeiten mit KI, sondern mittlerweile ein Großteil der Privatpersonen in der westlichen Welt. So gibt es viele gängige KI-Anbieter, die mit ihren eigenen Modellen und Chatbots immer mehr Raum einnehmen: Zum Beispiel Copilot von Microsoft oder ChatGPT von OpenAI.
Wir schauen im Leben gerne schnell auf das "Was": Was wir tun möchten, was wir haben möchten, was wir erleben möchten. Wenn wir das wissen – oder glauben, es zu wissen – springen wir schnell zum "Wie": Wie kann ich das erreichen, wie könnte ein schneller Weg dorthin aussehen, wie kann sowas ermöglicht werden.
Auch wenn wir es nicht immer bewusst wahrnehmen, läuft in uns tagtäglich ein innerer Prozess ab: Nämlich wie wir mit unseren eigenen Ressourcen umgehen.
Das mag im ersten Moment abstrakt klingen, ist aber im Grunde ganz einfach. Wir alle haben Fähigkeiten - manche angeboren, manche erlernt, manche eine Mischung aus beidem. Diese können sehr offensichtlich sein, wie zum Beispiel körperliche Stärke - oder ganz subtil, wie eine feinfühlige Intuition.
Manchmal stehen wir im Leben an einem Punkt, an dem wir uns entscheiden müssen. Für einen Weg – und gegen einen anderen.
Das kann eine simple Frage sein wie:
Gehe ich heute noch zu der Feier oder bleibe ich zuhause?
Oder eine komplexe Frage wie:
Reiche ich die Scheidung ein oder nicht?
Solche Fragen sind nicht einfach, denn wir wissen: Je nachdem, wofür wir uns entscheiden, ergeben sich andere Konsequenzen.
Wenn wir im Leben Erfahrungen machen, die uns schmerzen, greifen wir Menschen gerne auf eine bewährte Überlebensstrategie zurück. Und diese heißt selten Rückzug oder Widerstand - sondern Anpassung. Das macht auch Sinn: Werfen wir einen Blick in die Tierwelt, sehen wir die gleichen Muster: Tiere, die sich an verschiedene Witterungsbedingungen und Umstände anpassen können, sind überlebensfähiger. Und setzen sich langfristig mehr durch.
Oft befinden wir uns in Situationen, die uns dazu auffordern, Entscheidungen zu treffen. Egal ob es um eine Handlung, eine Absicht oder eine Meinung geht: Wir landen schnell in einer Position, in der wir dazu aufgefordert werden, uns für "eins" zu entscheiden. Entweder X, oder Y - beides geht nicht.
Der eine oder andere kennt bestimmt das Johari-Fenster – vielleicht nicht unter diesem Begriff, aber die Bedeutung ist ihnen geläufig.
Das Johari-Fenster teilt Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale danach ein, ob sie jeweils uns selbst und / oder unserer Umwelt bewusst sind oder eben nicht.