Es gibt Momente im Leben, in denen wir eine Entscheidung treffen, die auf dem Papier völlig richtig aussieht - und sich trotzdem irgendwie merkwürdig falsch anfühlt. Vielleicht überreden wir uns selbst, zeigen uns alle Argumente auf, die dafür sprechen, aber dieses leise Ziehen in uns - dass irgendwas doch nicht so wirklich passt - geht nicht weg.
Wir schauen im Leben gerne schnell auf das "Was": Was wir tun möchten, was wir haben möchten, was wir erleben möchten. Wenn wir das wissen – oder glauben, es zu wissen – springen wir schnell zum "Wie": Wie kann ich das erreichen, wie könnte ein schneller Weg dorthin aussehen, wie kann sowas ermöglicht werden.
Manchmal stehen wir im Leben an einem Punkt, an dem wir uns entscheiden müssen. Für einen Weg – und gegen einen anderen.
Das kann eine simple Frage sein wie:
Gehe ich heute noch zu der Feier oder bleibe ich zuhause?
Oder eine komplexe Frage wie:
Reiche ich die Scheidung ein oder nicht?
Solche Fragen sind nicht einfach, denn wir wissen: Je nachdem, wofür wir uns entscheiden, ergeben sich andere Konsequenzen.
Oft befinden wir uns in Situationen, die uns dazu auffordern, Entscheidungen zu treffen. Egal ob es um eine Handlung, eine Absicht oder eine Meinung geht: Wir landen schnell in einer Position, in der wir dazu aufgefordert werden, uns für "eins" zu entscheiden. Entweder X, oder Y - beides geht nicht.